Proyectos de Investigación

XXI. Internationaler Kongress der Goethe Gesellschaft in Spanien «Deutschland und die Generación del 27»

Gabinete de trabajo. Weimar, h. 1900.

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Datum und Ort

Datum
30. November – 2. Dezember 2026

Ort
Universidad Complutense de Madrid

Einsendeschluss
30. Mai 2026

Teilnahmegebühr
60 € (kein Mitglied der SGE). Die Teilnahmegebühr ist nach Annahme des Beitrags zu entrichten, durch Überweisung auf das Konto der Goethe-Gesellschaft in Spanien (IBAN: ES70 1491 0001 2230 0013 8083 | BIC: TRIOESMMXXX), mit dem Verwendungszweck «Tagungsgebühr XXI. Kongress SGE».

Publikation
Auswahl der Beiträge in einem Sammelband

Kontakt
sge2026@ucm.es

Der Kongress «El 27 alemán: una relación áurea» («Das deutsche 27: eine goldene Beziehung»), veranstaltet von der Goethe-Gesellschaft in Spanien (SGE) in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt GOET27 (UCM), zielt darauf ab, die Beziehungen zwischen der deutschsprachigen Literatur und der Generación del 27 aus einer komparatistischen und interdisziplinären Perspektive zu untersuchen. Das literarische Phänomen, das wir als Generación del 27 kennen, lässt sich als ein generationenübergreifendes Netzwerk von Netzwerken beschreiben; die erneuerte Rezeption Goethes und der deutschsprachigen Literatur in diesem Kontext ist das Ergebnis eines dieser Netzwerke.

Die Ausgangshypothese lautet, dass die Ideen über Goethe, die anlässlich des ersten Jahrhunderts seines Todes (1932) gefeiert und veröffentlicht werden, aus der Rezeption hervorgehen, die in den 1920er Jahren nicht nur sein Werk und seine Biographie, sondern auch die anderer deutschsprachiger Autoren erfuhr — von Hölderlin bis Kafka, von Nietzsche bis Freud —, die in jenen Jahren in Spanien übersetzt, gelesen und assimiliert wurden. Diese Beziehung ist vor allem bidirektional: Während in Spanien jene Wiederentdeckung der deutschsprachigen Literatur stattfand, vollzog sich in Deutschland gleichzeitig eine Rückbesinnung auf das Theater und die Lyrik des Siglo de Oro — ein gemeinsamer Nenner mit der Wiederentdeckung Góngoras durch den 1927 in Sevilla versammelten Kreis — sowie die ersten Schritte der Hispanistik unter dem Einfluss Vosslers, die in der Edition der ersten Anthologie der Dichter des 27 gipfeln, veröffentlicht von Fernández-Montesinos in Hamburg im selben Jahr 1927, fünf Jahre vor der berühmten Anthologie von Gerardo Diego.

Dass dieser Dialog in den 1920er Jahren stattfindet, ist kein Zufall: Er wird durch frühere Annäherungen zwischen beiden Literaturen und ein günstiges Klima für eine Literaturkultur als direkte Brücke befördert, in einem Kontext, in dem die Neuordnung des mitteleuropäischen Raums nach dem Zerfall des Habsburgerreiches neue kulturelle Beziehungen ermöglichte. Das Adjektiv «deutsch» ist hier im sprachlichen, nicht im nationalen Sinne zu verstehen. Der Kongress lädt dazu ein, dieses Netzwerk zu erkunden: seine Texte, seine Lektüren, seine Spuren.

Thematische Schwerpunkte
  • Die Rezeption von Goethe und der deutschsprachigen Literatur in Spanien vor und nach 1920: Brüche und Kontinuitäten.
  • Goethe und andere deutsche Klassiker in Privatbibliotheken und Archiven: Marginalia, Lektüren und Arbeitsdokumente.
  • Goethe und die deutschsprachige Literatur in der Lyrik und Prosa der Generación del 27: Spuren, Aneignungen, Umschreibungen.
  • Deutsch-spanische Kulturnetzwerke in den 1920er Jahren: Personen, Institutionen und Publikationen.
  • «El 27 alemán»: Hispanistik, Anthologien und die Entdeckung anderer spanischer und hispanoamerikanischer Literaturen in Deutschland in den 1920er Jahren.
  • Europäischer und komparatistischer Kontext: die Rezeption Goethes in anderen nationalen Literaturen der Zwischenkriegszeit.
Call for Papers

Interessierte Forscherinnen und Forscher werden eingeladen, ihren Beitragsvorschlag bis zum 30. Mai 2026 an sge2026@ucm.es einzureichen. Der Vorschlag soll enthalten:

  • Abstract (max. 250 Wörter).
  • Kurzen Lebenslauf der Autorin / des Autors.

Die Benachrichtigung über die Annahme der Beiträge erfolgt spätestens Ende Juni 2026.

Die Vorträge können auf Deutsch oder Spanisch gehalten werden und dürfen 20 Minuten nicht überschreiten. Für Vortragende, die kein Mitglied der Goethe-Gesellschaft in Spanien sind, beträgt die Teilnahmegebühr 60 €. Eine Auswahl der Beiträge ist zur Veröffentlichung in einem Sammelband vorgesehen.

Organisationskomitee
  • Isabel García Adánez
  • Isabel Hernández González
  • Javier Sánchez-Arjona Voser
Wissenschaftlicher Ausschuss
  • Andrew Anderson (The University of Virginia)
  • Ingrid Cáceres (Universidad de Alcalá)
  • Héctor Canal (Sächsische Akademie der Wissenschaften / Goethe- und Schiller-Archiv)
  • Helena Cortés Gabaudán (Universidad de Vigo)
  • Luis Alberto de Cuenca (CSIC)
  • Carmen Gómez García (Universidad Complutense de Madrid)
  • David Hernández de la Fuente (Universidad Complutense de Madrid)
  • Friedhelm Marx (Otto-Friedrich-Universität Bamberg)
  • Stefan Matuschek (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • Marcus Mazzari (Universidade de São Paulo)
  • Paola Paumgardhen (Università degli Studi Suor Orsola Benincasa)
  • Georg Pichler (Universidad de Alcalá)
  • Berta Raposo (Universitat de València)
  • Susanne Zepp-Zwirner (Universität Duisburg-Essen)
Veranstalter
GOET27
Goethe-Gesellschaft in Spanien
Unter Mitwirkung von
GINEDIS
INCYLHA
INTRAL
Förderung
Comunidad de Madrid

Acción financiada por la Comunidad de Madrid a través del Convenio Plurianual para la regulación del marco de cooperación en el Sistema Regional de Investigación Científica e Innovación Tecnológica suscrito entre la Comunidad de Madrid y la UCM, en el marco del VI PRICIT (Plan Regional de Investigación Científica e Innovación Tecnológica para el periodo 2022-2025).